Herne. [sn] Eine Eiskugel, die Generationen von Herner:innen aus dem Gysenbergpark kannten, hat eine Zukunft. Nach jahrelanger Restaurierung ist der historische Eiswagen der Firma Hanisch wiederhergestellt. Was 2020 mit dem Kauf eines heruntergekommenen Fahrzeugs für 350 € begann, endete im Oktober 2026 mit dem Abschluss eines ungewöhnlichen Rettungsprojekts. Die Herner Mondritterschaft um Horst „Graf Hotte“ Schröder setzte sich für den Erhalt des Wagens ein. Entscheidende technische Unterstützung leistete das Team der Herner Kfz-Meisterwerkstatt Auto-Service Micha. Inzwischen soll der restaurierte Eiswagen bereits wettergeschützt auf dem Hof des Heimatmuseums Unser Fritz stehen. Für Mai oder Juni 2027 ist seine öffentliche Vorstellung geplant.
Neue Informationen, die Horst Schröder den SN SONNTAGSNACHRICHTEN übermittelte, beleuchten außerdem die frühere Übernahme des Fahrzeugs. Demnach war der Wagen von Amts wegen zwangsweise abgemeldet worden. Auch in sozialen Netzwerken sind weitere Erinnerungen aufgetaucht. Eine Frau berichtet, die Eiskugel sei früher ihr Arbeitsplatz gewesen. Ein anderer Kommentierender behauptet, das Fahrzeug sei zwischenzeitlich gestohlen und mit Sperrmüll an einer Straße abgestellt worden. Während Schröder die damalige behördliche Abmeldung aus eigener Kenntnis bestätigt, ist der behauptete Diebstahl bislang nicht unabhängig belegt.
Ein Stück Herner Alltagsgeschichte aus dem Gysenbergpark
Der Hanisch-Eiswagen gehörte über viele Jahre zum vertrauten Erscheinungsbild des Herner Gysenbergparks. Seine ungewöhnliche rundliche Karosserie machte ihn zu einem unverwechselbaren Verkaufsfahrzeug. Die Bezeichnung „Eiskugel“ beschreibt sein äußeres Erscheinungsbild treffend. Über dem Ausgabefenster steht die Aufschrift „Eis-Spezialitäten“, an der Seite befindet sich eine große Eiswaffel als Dekoration.
Die Gestaltung unterscheidet den Wagen deutlich von gewöhnlichen mobilen Verkaufsständen. Für Menschen, die ihn aus früheren Parkbesuchen kennen, ist er mit persönlichen Erinnerungen verbunden. Manche erinnern sich an den Eisverkauf, andere an Begegnungen im Park oder an ihre eigene Tätigkeit am Wagen. Gerade diese alltäglichen Erfahrungen erklären, weshalb sich eine Gruppe engagierter Herner:innen für den Erhalt des heruntergekommenen Fahrzeugs einsetzte.
Die Rettungsaktion begann 2020 nach einer Initiative in den sozialen Medien. Die Herner Mondritterschaft um Horst Schröder erwarb den Eiswagen für 350 €, um seine Verschrottung zu verhindern. Über die abgeschlossene Restaurierung berichtete inzwischen auch die lokale Presse.
Auto-Service Micha half bei der aufwendigen Restaurierung
Mit dem Erwerb des Wagens war dessen Zukunft zunächst keineswegs gesichert. Das Fahrzeug befand sich in einem Zustand, der umfangreiche Instandsetzungarbeiten erforderlich machte. Neben der äußeren Wiederherstellung mussten technische Einrichtungen und beschädigte Teile des Aufbaus bearbeitet werden.
Hier kam Auto-Service Micha ins Spiel. Das Team der Herner Kfz-Meisterwerkstatt übernahm nach den vorliegenden Berichten wesentliche Arbeiten am historischen Fahrzeug. Dazu gehörten die Erneuerung der Elektrik, die Aufarbeitung des Innenlebens und die Instandsetzung des maroden Bodens. Es handelte sich damit um Arbeiten an Bestandteilen, die für die dauerhafte Erhaltung des Eiswagens von erheblicher Bedeutung sind.
Handwerklicher Einsatz für den Erhalt der Herner Eiskugel
Die Arbeiten an der Eiskugel gingen über eine gewöhnliche optische Aufbereitung hinaus. Die Elektrik musste erneuert und der beschädigte Boden instand gesetzt werden. Gleichzeitig galt es, den besonderen Charakter des historischen Verkaufswagens zu bewahren. Seine charakteristische Form und die auffällige Gestaltung sollten schließlich auch nach Abschluss der Restaurierung wieder erkennbar sein.
Das Engagement von Auto-Service Micha verdient dabei besondere Anerkennung.
Die Werkstatt unterstützte ein Projekt, das nicht auf die spätere gewerbliche Nutzung eines gewöhnlichen Fahrzeugs ausgerichtet war, sondern auf die Erhaltung eines Stücks Herner Stadtgeschichte. Ihre handwerkliche Arbeit trug dazu bei, dass die Eiskugel künftig wieder öffentlich präsentiert werden kann.
Auto-Service Micha ist ein Kfz-Meisterbetrieb in Herne und bietet Reparatur- und Wartungsarbeiten an Kraftfahrzeugen an. Wer sich über den Betrieb und seine Werkstattleistungen informieren möchte, findet nähere Angaben auf der Internetseite von Auto-Service Micha. Die Beteiligung am Hanisch-Eiswagen zeigt eine weitere Facette des örtlichen Kfz-Handwerks: Technisches Können wurde hier für ein gemeinschaftliches Projekt eingesetzt, von dessen Ergebnis künftig auch die Herner Öffentlichkeit profitieren soll.
Die Restaurierung war ein gemeinsamer Erfolg der Beteiligten. Die Mondritterschaft setzte sich für die Rettung ein, Horst Schröder begleitete das Vorhaben über mehrere Jahre, und die Werkstatt von Auto-Service Micha leistete einen wesentlichen Beitrag zur technischen Wiederherstellung.
Horst (Hotte) Schröder meldete die Fertigstellung
Den Abschluss der Restaurierung bestätigte Horst Schröder den SN SONNTAGSNACHRICHTEN persönlich. In einer Nachricht an die Redaktion schrieb er:
„Nach einigen Jahren, die für die Restauration des alten Eiswagen von Hanisch ins Land gingen, kann ich jetzt verkünden, er wurde fertiggestellt und wird nun zum Heimatmuseum gebracht“
Mit dieser Mitteilung endete eine mehrjährige Phase der Wiederherstellung. Aus dem heruntergekommenen Eiswagen, dessen weiterer Erhalt zu Beginn des Projekts keineswegs selbstverständlich war, wurde wieder ein äußerlich erkennbares Erinnerungsstück seiner früheren Nutzung im Gysenbergpark.
Die Restaurierung fällt zugleich in eine Zeit, in der sich das Emschertal-Museum mit der Geschichte der Stadt und dem Leben früherer Generationen beschäftigt. Im Jahr 2026 beging das Museum sein 100-jähriges Bestehen. Der Hanisch-Eiswagen könnte die Sammlung um einen Gegenstand ergänzen, der vielen Menschen noch aus eigener Anschauung bekannt ist.
Neue Angaben: Der Eiswagen war von Amts wegen abgemeldet worden
Über die Fertigstellung hinaus erhielt die Redaktion von Horst Schröder neue Angaben zu den Umständen, unter denen der Eiswagen seinerzeit übernommen wurde. Schröder bestätigte, dass das Fahrzeug damals von Amts wegen zwangsweise abgemeldet worden war. Die Information über die Abmeldung habe er von der Polizei und dem Straßenverkehrsamt erhalten.
Auch den damaligen Schriftverkehr schilderte er genauer. Nach seinen Angaben gingen ihm ein Brief und der Fahrzeugschein zu. Zwischen dem Erhalt der beiden Dokumente habe eine längere Zeit gelegen. An die genaue Reihenfolge könne er sich nicht mehr erinnern. Es sei möglich, dass zunächst der Brief und erst geraume Zeit später der Fahrzeugschein eingetroffen sei. Ebenso könne es umgekehrt gewesen sein.
Nachdem sich beide Dokumente in seinem Besitz befunden hätten, habe er die Auskunft über die behördliche Abmeldung erhalten. Schröder schilderte gegenüber der Redaktion den weiteren Ablauf mit den Worten:
„Somit war ich dann der Besitzer und konnte den Wagen abtransportieren.“
Die Schilderung ergänzt die bislang bekannte Geschichte der Übernahme. Sie erklärt insbesondere, weshalb Schröder die behördliche Abmeldung und den Erhalt der Fahrzeugunterlagen als wichtige Stationen des damaligen Ablaufs betrachtet.
Facebook-Kommentare zur Vorgeschichte
Weitere Hinweise zur früheren Geschichte des Eiswagens finden sich in der Facebook-Gruppe „Herne – Deine Stadt“. Dort veröffentlichte Rolf B. einen Beitrag über die abgeschlossene Restaurierung.
B. begrüßte den Erhalt des historischen Fahrzeugs. In seinem Kommentar schrieb er:
„Das ist wunderschön und Kultur bleibt wieder einmal durch die Mondritter erhalten“.
Eine andere Wortmeldung enthält eine bislang nicht unabhängig bestätigte Schilderung. Tobias C. kommentierte:
„Zum Glück wurde der gerettet. Den hat mal mein […] Ex Nachbar geklaut und mit Sperrmüll voll an die Straße gestellt..“
Damit behauptete er, der Eiswagen sei früher von einer anderen Person entwendet und anschließend zusammen mit Sperrmüll an einer Straße abgestellt worden. Wann sich das ereignet haben soll, an welchem Ort der Wagen gestanden haben könnte und unter welchen Umständen er später wieder übernommen wurde, geht aus dem Kommentar nicht hervor.
Die Redaktion verfügt bislang über keine unabhängigen Belege für den behaupteten Diebstahl. Insbesondere liegen keine überprüften polizeilichen Vorgangsunterlagen oder sonstigen Nachweise vor, die diesen Ablauf bestätigen würden.
Horst Schröder machte die Redaktion ausdrücklich auf diesen neuen Hinweis aufmerksam. Er erklärte, dass der Wagen seinerzeit tatsächlich von Amts wegen abgemeldet worden sei und die Übernahme im Wesentlichen so erfolgt sei, wie er sie nun schilderte. Seine Bestätigung der Abmeldung belegt allerdings nicht die im Facebook-Kommentar erhobene Diebstahlsbehauptung. Ob zwischen beiden Vorgängen überhaupt ein Zusammenhang bestand, ist ungeklärt.
Birgitt T. erinnert sich an ihren früheren Arbeitsplatz
Ein weiterer Kommentar eröffnet eine andere Perspektive auf die Vergangenheit der Eiskugel. Unter dem Facebook-Beitrag meldete sich Birgitt Tewes mit einer kurzen persönlichen Erinnerung:
„War mal mein Arbeitsplatz“
Nach ihrer Darstellung arbeitete sie früher in dem Hanisch-Eiswagen. Wann sie dort beschäftigt war, wie lange ihre Tätigkeit dauerte und welche Aufgaben sie übernahm, teilte sie in dem Kommentar nicht mit.
Für Horst Schröder war auch diese Wortmeldung neu. Gegenüber den SN SONNTAGSNACHRICHTEN erklärte er, dass er die ehemalige Beschäftigte bislang nicht kenne. Ihre Erinnerung könnte neue Einblicke in den damaligen Verkaufsalltag ermöglichen. Eine persönliche Schilderung der konkreten Arbeitsbedingungen oder der früheren Nutzung des Fahrzeugs liegt der Redaktion bislang jedoch nicht vor.
Ehemalige Mitarbeiter wendet euch bitte an die Redaktion, mit euren Geschichten!
Die Bedeutung dieses Hinweises liegt gerade darin, dass der Eiswagen nicht nur ein beliebtes Verkaufsobjekt war. Er war zugleich ein Arbeitsplatz. Hinter dem nostalgischen Erscheinungsbild standen Menschen, die dort Eis verkauften und den täglichen Betrieb organisierten. Der öffentliche Kommentar dokumentiert eine entsprechende persönliche Erinnerung, ohne dass sich die Einzelheiten der damaligen Tätigkeit bereits unabhängig bestätigen lassen.
Ein weiterer Kommentierender, Peter K., interessierte sich vor allem für die künftige Nutzung des restaurierten Fahrzeugs. Er fragte: „Kann man auch Eis kaufen.“ Diese Frage betrifft einen Bestandteil der bislang angekündigten Museumspräsentation.
Im Mai oder Juni 2027 soll die Eiskugel öffentlich vorgestellt werden
Nach den vorliegenden Informationen ist für Mai oder Juni 2027 eine Ausstellung vorgesehen, bei der der restaurierte Hanisch-Eiswagen offiziell der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. Ein genauer Veranstaltungstermin wurde bislang nicht bestätigt.
Für den Tag der Vorstellung ist den veröffentlichten Planungen zufolge auch wieder ein Eisverkauf aus dem historischen Wagen vorgesehen. Angeboten werden sollen drei klassische Eissorten im Hörnchen. Damit könnte der Eiswagen zumindest für diesen Anlass noch einmal in einer Form genutzt werden, die an seine frühere Aufgabe im Gysenbergpark erinnert.
Ob es darüber hinaus einen regelmäßigen Eisverkauf geben wird, ist nicht bekannt. Auch zur späteren dauerhaften Aufstellung und zur konkreten musealen Präsentation liegen bislang keine abschließenden Angaben vor. Die Ankündigung eines Eisverkaufs am Vorstellungstag ist deshalb nicht mit einer Wiederaufnahme des früheren gewerblichen Betriebs gleichzusetzen.
Heimatmuseum Unser Fritz bewahrt die Geschichte des Alltags
Der künftige Standort des restaurierten Eiswagens passt zum Sammlungsschwerpunkt des Heimatmuseums Unser Fritz. Das Haus an der Unser-Fritz-Straße 108 gehört zum Emschertal-Museum der Stadt Herne und beschäftigt sich insbesondere mit der Sozial- und Alltagsgeschichte von Herne und Wanne-Eickel.
Das Museumsgebäude wurde ursprünglich als Schule genutzt. Das Heimatmuseum selbst geht auf das Jahr 1926 zurück, als die Stadt Wanne-Eickel gegründet wurde. Heute zeigt es unter anderem historische Einrichtungen und Gegenstände aus dem früheren Stadtleben. Die Dauerausstellung „Herzkammer“ behandelt die Entwicklung von Herne und Wanne-Eickel von etwa 1890 bis 1980.
Zu den Ausstellungsstücken gehören eine alte Drogerie mit einer Einrichtung aus der Zeit des Jugendstils sowie ein historischer Kiosk. Gerade der Kiosk verweist auf die Bedeutung kleiner Verkaufsstellen und alltäglicher Begegnungsorte im Ruhrgebiet. In diesem Umfeld besitzt auch der Hanisch-Eiswagen einen nachvollziehbaren historischen Bezug. Weitere Informationen über das Museum und seine Entwicklung bietet der Wikipedia-Artikel zum Heimatmuseum Unser Fritz.
Ein restaurierter Eiswagen vermittelt andere Eindrücke als eine schriftliche Beschreibung seines früheren Einsatzes. Seine Form, das Ausgabefenster, die Beschriftung und die Eiswaffel an der Außenwand sind unmittelbar sichtbar. Zugleich können persönliche Erinnerungen ehemaliger Kund:innen und Beschäftigter dazu beitragen, seine frühere Bedeutung einzuordnen.
Die Rettung der Eiskugel verbindet Handwerk und Stadtgeschichte
Das Restaurierungsprojekt steht für den Erhalt eines Gegenstands, dessen Bedeutung unmittelbar aus dem Herner Alltag erwuchs. Die Eiskugel war ursprünglich kein Museumsstück. Sie wurde zum Eisverkauf eingesetzt und war Teil des Freizeitlebens im Gysenbergpark.
Dass dieses Fahrzeug nun erhalten bleibt, geht auf die Initiative der Herner Mondritterschaft und die Arbeit ihrer Unterstützer:innen zurück. Besonders sichtbar wird dabei der Beitrag von Auto-Service Micha. Die Werkstatt brachte ihr technisches Können in die Restaurierung ein und half, die Voraussetzungen für eine künftige museale Präsentation zu schaffen.
Die Rettung macht zugleich deutlich, dass lokale Geschichte nicht ausschließlich in historischen Gebäuden, amtlichen Unterlagen oder großen Sammlungen dokumentiert wird. Auch Gegenstände des früheren Alltags können Erinnerungen bewahren. Der Hanisch-Eiswagen verbindet die Geschichte eines Gewerbebetriebs mit dem früheren Freizeitangebot im Gysenbergpark und den persönlichen Erlebnissen der Menschen, die dort arbeiteten oder Eis kauften.
Weiterführende Literatur über Herne und Wanne-Eickel ist im Buchhandel erhältlich.
Auch die örtliche Museumslandschaft bleibt Gegenstand der Berichterstattung. Die SN SONNTAGSNACHRICHTEN begleiten Entwicklungen im Stadtgebiet in ihrer Rubrik Lokales Herne.
Für die Herner Mondritterschaft, Horst Schröder und die beteiligten Unterstützer:innen ist mit der Fertigstellung ein langjähriges Vorhaben abgeschlossen.
Im kommenden Jahr soll schließlich die restaurierte Eiskugel selbst im Mittelpunkt stehen. Wenn die angekündigte Ausstellung im Mai oder Juni 2027 stattfindet, können sich auch Menschen ein Bild von dem historischen Verkaufswagen machen, die ihn aus seiner früheren Zeit im Gysenbergpark nicht mehr kennen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist mit dem historischen Hanisch-Eiswagen aus dem Gysenbergpark in Herne passiert?
Der als „Eiskugel“ bekannte Hanisch-Eiswagen aus dem Herner Gysenbergpark wurde nach mehrjähriger Restaurierung im Oktober 2026 fertiggestellt. Die Herner Mondritterschaft um Horst Schröder hatte das heruntergekommene Fahrzeug 2020 für 350 € erworben, um es vor der Verschrottung zu bewahren. Der restaurierte Wagen soll inzwischen wettergeschützt auf dem Hof des Heimatmuseums Unser Fritz stehen und 2027 öffentlich präsentiert werden.
Wer hat den Hanisch-Eiswagen restauriert und welche Arbeiten übernahm Auto-Service Micha?
Die Restaurierung war ein gemeinschaftliches Projekt der Herner Mondritterschaft um Horst „Graf Hotte“ Schröder und weiterer Unterstützer:innen. Wesentliche technische Arbeiten übernahm die Herner Kfz-Meisterwerkstatt Auto-Service Micha. Nach den vorliegenden Berichten erneuerte das Werkstattteam die Elektrik, arbeitete das Innenleben auf und setzte den maroden Boden instand. Dabei blieb das charakteristische Erscheinungsbild des historischen Verkaufswagens mit seiner rundlichen Karosserie und der Eiswaffel-Dekoration erhalten.
Was ist über die frühere Abmeldung und den möglichen Diebstahl des Hanisch-Eiswagens bekannt?
Horst Schröder bestätigte gegenüber den SN SONNTAGSNACHRICHTEN, dass der Hanisch-Eiswagen früher von Amts wegen zwangsweise abgemeldet worden war. Die Information erhielt er nach eigener Darstellung von der Polizei und dem Straßenverkehrsamt. Nachdem ihm ein Brief und der Fahrzeugschein zugegangen waren, konnte er den Wagen nach seinen Angaben übernehmen und abtransportieren. Ein Facebook-Kommentierender behauptete außerdem, das Fahrzeug sei zuvor gestohlen und mit Sperrmüll an einer Straße abgestellt worden. Dieser Vorwurf ist bislang nicht unabhängig bestätigt. Ein Zusammenhang mit der behördlichen Abmeldung ist ungeklärt.
Welche neuen Erinnerungen gibt es an den Hanisch-Eiswagen in Herne?
In der Facebook-Gruppe „Herne – Deine Stadt“ berichtete Birgitt Tewes, der historische Hanisch-Eiswagen sei früher ihr Arbeitsplatz gewesen. Wann und wie lange sie dort beschäftigt war, ist nicht bekannt. Horst Schröder erklärte, dass ihm die ehemalige Beschäftigte bislang nicht bekannt gewesen sei. Weitere Kommentare würdigten die Rettung des Fahrzeugs oder erkundigten sich nach einem möglichen erneuten Eisverkauf. Die persönlichen Erinnerungen ergänzen die bisher bekannte Geschichte des Verkaufswagens.
Wann wird der restaurierte Hanisch-Eiswagen im Heimatmuseum Unser Fritz ausgestellt und gibt es wieder Eis?
Die öffentliche Vorstellung des restaurierten Hanisch-Eiswagens ist für Mai oder Juni 2027 im Heimatmuseum Unser Fritz in Herne vorgesehen. Ein genauer Termin wurde bislang nicht bestätigt. Am Vorstellungstag sollen nach den veröffentlichten Planungen drei klassische Eissorten im Hörnchen direkt aus dem historischen Wagen verkauft werden. Ob anschließend regelmäßig Eis angeboten wird und wie die dauerhafte museale Präsentation aussehen soll, ist noch offen.























