Herne. [sn] Die Anpassung an den Klimawandel ist längst keine abstrakte Aufgabe der fernen Politik mehr, sondern findet heute unmittelbar auf den Dächern unserer Stadt statt. Für Eigentümer:innen in Herne bietet die aktuelle Förderlandschaft attraktive finanzielle Anreize, um graue Betonflächen in lebendige, grüne Oasen zu verwandeln. Besonders im Fokus steht dabei die Dachbegrünungsförderung der Zukunftsinitiative Klima.Werk, getragen von der Emschergenossenschaft und dem Lippeverband. Da Herne im Kerngebiet der Emschergenossenschaft liegt, profitieren hiesige Immobilienbesitzer:innen von besonders unbürokratischen Wegen zu staatlichen Zuschüssen. Wer sich für eine Dachbegrünung entscheidet, leistet nicht nur einen Beitrag zum Artenschutz, sondern investiert direkt in den Werterhalt seiner Immobilie. Ein begrüntes Dach schützt die Dachabdichtung vor extremen Temperaturschwankungen und UV-Strahlung, was die Lebensdauer der Konstruktion erheblich verlängert. Gleichzeitig fungiert die Pflanzenschicht als natürliche Klimaanlage, die das Gebäude im Sommer kühlt und im Winter zusätzlich dämmt. Aktuelle Berichte über die klimatischen Veränderungen in der Region finden sich regelmäßig beim Nachrichtenmedium DER SPIEGEL, die die Notwendigkeit solcher Maßnahmen unterstreichen.
Finanzielle Zuschüsse und rechtliche Rahmenbedingungen
Die Förderung durch die ELKA-Richtlinie (Emscher-Lippe Klima.Anpassung), die seit dem 01.01.2025 in ihrer aktuellen Form gilt, sieht für Herner Bürger:innen signifikante Erstattungen vor. Im Rahmen des Programms „10.000 Grüne Dächer“ können Eigentümer:innen einen Zuschuss von 50 € pro Quadratmeter begrünter Dachfläche erhalten. Dies gilt insbesondere für kleinere Maßnahmen an Garagen, Carports oder Anbauten, solange die Fläche unter 200 Quadratmetern liegt. Für größere Projekte oder umfassende Abkopplungsmaßnahmen von der Kanalisation können die Fördersätze sogar zwischen 40 % und 80 % der Gesamtkosten liegen. „Mit unserem Förderprogramm wollen wir einen Beitrag zum klimarobusten Umbau der Region leisten“, erklärte Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft und des Lippeverbandes, in einer offiziellen Mitteilung vom 24.08.2025. Wichtig für alle Antragsteller:innen ist jedoch die juristische Reihenfolge: Eine Förderung wird grundsätzlich nur gewährt, wenn mit der Maßnahme zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen wurde. Zudem darf die Begrünung nicht bereits durch eine kommunale Satzung oder einen Bebauungsplan zwingend vorgeschrieben sein. Wer also bereits eine Baugenehmigung mit Gründach-Pflicht hat, geht bei dieser spezifischen Förderung oft leer aus. Hier lohnt sich ein genauer Blick in das Grundgesetz (GG) und die lokalen Ortssatzungen.
Ein weiterer entscheidender Vorteil für Herner Haushalte ist die Reduzierung der Niederschlagswassergebühr. Durch die Speicherung von Regenwasser auf dem Dach gelangt weniger Wasser in die öffentliche Kanalisation. Viele Kommunen in der Emscher-Lippe-Region honorieren dies durch dauerhaft niedrigere Gebührenbescheide. Um die Förderung zu beantragen, benötigen Interessierte neben einem aktuellen Foto des Ist-Zustandes lediglich den Grundbesitzabgabenbescheid und die genauen Maße der Fläche. Auch die Kombination mit anderen ökologischen Maßnahmen ist möglich. „Dirk Wiese holt in Sachen Nachhaltigkeit das Maximale aus seinem Dach heraus: Der Bottroper kombiniert sein Gründach mit einer Photovoltaik-Anlage“, heißt es beispielhaft in den Projektdokumentationen der Zukunftsinitiative Klima.Werk. Solche Synergien zwischen Photovoltaik und Begrünung sind besonders effizient, da die Verdunstungskühle der Pflanzen die Leistungsfähigkeit der Solarmodule an heißen Tagen steigert. Details zur botanischen und technischen Funktionsweise bietet der Wikipedia-Artikel über Dachbegrünung.
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Ökologische Bedeutung und technischer Schutz
Die ökologischen Vorteile einer flächendeckenden Begrünung in Herne sind wissenschaftlich belegt. In dicht besiedelten Gebieten bilden sich im Sommer sogenannte Hitzeinseln, bei denen die Temperaturen bis zu 10 Grad Celsius über dem Umland liegen können. Gründächer wirken diesem Effekt durch Evapotranspiration entgegen. Zudem dienen sie als Retentionsflächen bei Starkregenereignissen. Da das Substrat das Wasser wie ein Schwamm aufsaugt und zeitverzögert abgibt, wird die Kanalisation bei Wolkenbrüchen entlastet, was das Risiko von Kellerüberflutungen im Stadtgebiet senkt. Rechtlich gesehen ist die Umsetzung solcher Maßnahmen auch im Kontext der Wasserhaushaltsgesetze (WHG) zu betrachten, die eine naturnahe Bewirtschaftung von Niederschlagswasser fordern. Wer heute saniert, sollte daher die ELKA-Förderung fest einplanen und sich bei der Emschergenossenschaft über die Gebietskulissen informieren. Passende Fachliteratur zur baulichen Umsetzung finden Interessierte zudem als Amazon-Produkt. Die Antragstellung erfolgt digital über das Förderportal des Klima.Werks. Für komplexere Vorhaben, etwa die vollständige Abkopplung großer Gewerbeflächen, können sogar Machbarkeitsstudien bezuschusst werden. Dies ist insbesondere für Unternehmen am Standort Herne interessant, die ihre ESG-Ziele erreichen und gleichzeitig Betriebskosten senken wollen. Die Experten der SN SONNTAGSNACHRICHTEN raten dazu, vorab eine statische Prüfung des Daches durchzuführen. Weitere Neuigkeiten aus dem Stadtgebiet finden Sie in unserer Rubrik Herne.
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